Freitag, 27. Dezember 2013

6. Tag: Reitausflug und Steakhaus

Unser Frühstück bei Gerard und Ingrid beginnt einmal mehr mit Tico-Dreikampf: So hat Britta den Obstteller mit Banane, Melone und Ananas getauft. Wir werden herzlich verabschiedet, fahren aber nur wenige Kilometer zu einer Anlage, wo wir einen Reitausflug machen wollen. Tatsächlich soll auch gleich eine Tour los gehen und wir finden unseren Führer, die Pferde und den anderen Reitgast - hinter einer wackeligen Hängebrücke über einer 30 Meter tiefen Schlucht.
Rasch sind die Mützen gegen Helme getauscht, die Tiere aufgesattelt und die Reiter aufgesessen. Der Weg führt über Wiesen und unter Bäumen durch eine trockene Landschaft. Die letzten Wolken des Morgens lösen sich zu Federn auf, wir traben bei einem lauen Wind an Kühen und Leguanen vorbei. Den Kinder ist es auf den hohen Tieren zunächst ein wenig unheimlich - zuletzt saßen sie vor vier Jahren im Sattel - doch schon bald haben sie sich daran gewöhnt, halten das Gleichgewicht und können dem Pferd ihre Wünsche mitteilen. Manchmal gehorcht es sogar. Am Schluss führt Carl uns grinsend zurück zum Sattelplatz. Auf dem Rückweg über die Brücke erinnert sich Luis daran, dass sein Vater sich darauf nicht wohl fühlte und läuft betont wackelig.
Jetzt rasch Wasser und Geld holen und wieder sind wir auf der Straße. Kurz hinter Cañas gehen wir bei "Las Tres Hermanas" Mittag essen. Britta und den Kindern gefallen die großen Fleischportionen und die gute Organisation,  ich dagegen finde die Lage an der Kreuzung zweier Landstraßen mit einer Tankstelle gegenüber ungemütlich. Doch immerhin sind wir alle satt und es ging schnell. Noch schnell ein Foto vor der Stierskulptur am Eingang, dann geht es weiter.
Endlich erreichen wir den Pazifik: Von der "Brücke der Freundschaft"  blicken wir hinab auf den Golf von Nicoya. Die bergige, grüne Halbinsel erstreckt sich nach Südwesten und man sieht in der Ferne einige Inseln. Wir halten uns an die nordöstliche Route, wie Gerard uns angekündigt hatte sind die Straßen hier asphaltiert. Rinderweiden lösen sich mit Gemüsefeldern ab und wir kommen durch kleine aber geschäftige Ortschaften. Schließlich endet der Asphalt und ausgerechnet auf staubigem Schotter hängen wir hinter einem Lastwagen. Am Fischerort Tambor biegen wir in die Hügel ab und gelangen endlich zur Fidelito Ranch, wo wir die nächsten drei Tage verbringen werden. Begrüßt werden wir von Brigitte und Leon, unseren Wirten und ihrern beiden Hunden, Fidodido und Ruby. Abends hören wir Leons Geschichten zu - er war Reiseleiter in Finnland, Marokko, Mali, Gambia und den USA - während Brigitte für uns Spaghetti Bolognese kocht.

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