Dienstag, 24. Dezember 2013

4. Tag: Fluss-Safari und Heiligabend

Diese Nacht lehr uns, warum es "Regenwald" heisst: Laut prasselt es aufs Dach, so dass wir nicht leicht in den Schlaf finden. Wir erwachen zu einem Sonnenlosen, nebeligen Morgen und machen uns schon bald wieder auf den Weg. Unsere erste Station für den Tag soll Caña sein, ein Ort, die wie der Name nahelegt vom Zuckerrohr lebt. Doch nicht dieser ist unser Ziel, sondern eine Ausflugsstaion am Rio Tenorio. Hier besteigen wir mit unserem Führer Fabian ein großes Gummiboot und lassen uns den Fluss herunter treiben.
Als erstes erspähen wir einen Blaureiher, der uns erst von einem trockenen Ast beäugt und sich emporhebt, als wir ihm zu nahe
kommen. Einige hundert Meter weiter sonnen sich Leguane in den Ästen und Fabian zeigt uns eine kleine Eidechse:
"Dies ist ein Basilisk, aber hier nennt man ihn Jesus-Christus-Eidechse."
Den Grund dafür erfahren wir bei einem späteren Exemplar, das auf einem Toten Baum in einem ruhigen Abschniit des Flusses sitzt. Bei unserem Anblick läuft es davon - auf dem Wasser.
Schließlich lenkt Fabian unseren Blick in die Wipfel: In der Krone eines besonders großen Baumes hockt und klettert ein knappes Dutzend Affen. Eine andere Horde Kapuzineraffen ein paar hundert Meter weiter hat einen Leguan im Geäst entdeckt. "Kapuzineraffen sind die Haupt-Fressfeinde der Leguane," erklärt uns Fabian. "Habt ihr in Costa Rica schon einmal Hühnchen gegessen?" Natürlich haben wir das. "Vielleicht war es gar kein Hühnchen."
In einem breiten, ruhigeren Abschnitt des Flusses liegt ein Boot an einem flachen Uferabschnitt, eine andere Gruppe macht dort ihre Imbisspause. Dabei wir sie von einem Trockenen Baumstamm vom Ufer gegenüber beobachtet. "Ein Krokodil," erklärt uns Fabian.
Schliesslich erreichen wir das Ende des Ausflugs. Luis findet noch eine dicke Raupe, während wir auf den Wagen für die Rückfahrt warten. Zwar haben wir alle einen leichten Sonnenbrand, doch wir denken an unsere Freunde und Verwandten, die jetzt im grauen und kalten Deutschland frieren und schon ist es nicht mehr schlimm.
Der rechte Hinterreifen hat Luft verloren, so können wir nicht mehr weiter fahren. Wenige Kilometer weiter haben wir einen Reifenservice gesehen und der Mechaniker dort macht sich auch sogleich zwischen alten Rädern, einem Karrosserielosen Fahrgestell und allerlei anderen Autoteilen ans Werk, während sein Kollege ein Schwltgetriebe zusammnebaut. Nqch nur 15 Minuten und 1500 Colones sind wir wieder auf dem Weg, nächste Station: Liberia, wo wir Mitag essen und die Verwandtschaft anrufen wollen. Am liebsten würden wir über Skype per Video telefonieren - doch die Copa de Oro bietet entgegen der Beschreibung im Reiseführer kein Netzzugang. Also per Handy Glückwünsche verteilt und im Anschluss an eine vergebliche Suche nach einer anderen Bar geht es wieder auf die Straße, nun zu El Sol Verde, unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte.
Die Jungs freundenn sich mit Keiki, dem Hund der Wirte an während wir die Bescherung vorbereiten. Das Christkind findet tatsächlich auch nach Curumande, am meisten freuen sich die Jungs über die Bücher. Sie sind während des Abendessens in einem nahe gelegenen Soda nur schwer von der Lektüre abzubringen. Und endlich finden wir später auch ins Netz.

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