Dienstag, 24. Dezember 2013

2. Tag: Affentheater und Leguane

Um zwanzig vor sechs ist die Sonne noch nicht ganz aufgegangen aber wir sind in unserem Baumhaus schon alle aufgewacht. Als auf der Etage unter mir Britta von beiden Jungs geweckt wird, bemerke ich in den Bäumen hinter uns eine Bewegung: Irgendetwas lässt die Äste heftig schütteln. Aber was?
"Affen!" rufe ich laut.
"Wo?" Kommt sofort von unten die Frage.
"Hinterm Baumhaus in den Ästen!"
Wir eilen zum Beobachtungsbalkon und schauen einer Horde Kapuzineraffen zu, die ihren Weg durch das Geäst nimmt.
Inzwischen ist es hell geworden und wir gehen in Badehosen zu den Thermalbecken. Im warmen Wasser  sitzen sehen wir unsere Horde wieder, die diesmal in größerer Entfernung ihren Weg fortsetzt. Erfrischt kehrrn wir zurück und als wir auf  dem Balkon die Aussicht und einen Kaffee genießen, liefert die Köchin auch schon das Frühstück. Dann trudeln quch schon bald die Tagesgäste ein und wir suchen Kathleen auf, um uns zu verabschieden.
Auf dem Weg zu den "Cabinas Piuri" am Rio Celeste, unterhalb des Tenorio-Vulkans, machen wir in Muelle de San Carlos im "Centro Turistico Iguana" halt. Sensation des Lokals sind die Dutzenden Leguane, die sich in dessen Umgebung herum treiben und bereitwillig ablichten lassen.
Kurz vor Upala müssen wir die asphaltierte Straße verlassen und holpern über Felsen und an Schlaglöchern vorbei zu unserem Ziel. Der Wirt begrüßt uns, doch wir kriegen nicht wie erwartet das "Ei", denn dieses habe nur Platz für zwei Personen. Unsere Ersatzunterkunft ist geräumig aber spartanisch. Rasch ziehen wir unsere Badesachen an und gehen ein paar Schritte zum Rio Celeste hinab. Dessen Wasser ist kalt und hellblau (Eisensulfat?), doch Britta wirft sich furchtlos in einen Gumpen. Da können wir Männer natürlich nicht kneifen. Das Wasser ist wirklich sehr, sehr kalt. Dafür ist die Familien-große Dusche schön warm.
Das Abendessen schaffen wir nicht, aufzuessen, es ist einfach zu viel. Um acht Uhr kehren wir zurück, bitten einen Frosch aus unserem Zimmer und liegen bald totmüde in den Betten.

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