Mittwoch, 8. Januar 2014

16. Tag: Tierpark und Kaffee

Hier oben im Gebirge sind die Nächte deutlich kälter als an der Küste. Keiner will gerne von unter den warmen Decken hervorkriechen und so wird es wieder einmal spät: Um halb sieben Uhr scheint draußen schon die Sonne und wärmt auch unsere Hütte.
Wir verabschieden uns von Miriam und machen uns auf den Rückweg in die Zentralebene. Durch Wolken und Nebel und immer wieder im Konvoi hinter Lastwagen geht es hinab. Erst in San José finden wir für das Frühstück ein Lokal, das hier auch am Sonntag geöffnet ist: McDoof. Die Kinder sind begeistert. Ich schwanke, ob ich nicht ein McPinto Special nehmen soll.
Als Ziel für diesen Tag haben wir uns den Tierpark Imbioparque in Santo Domingo bei Heredia ausgesucht. Wie nicht weiter ungewöhnlich für das Land müssen ausländische Besucher extra hohe Preise zahlen.
Zuerst bewundern wir die Schlangen, die wie wir bisher verpasst haben. Eine der gefürchteten, weil sehr aggressiven Lanzenottern mustert uns zurück. Außerhalb des Schlangenhauses schlängeln sich Pfade durch das Grün. Doch die Tiere hier zu sehen bietet nur einen faden Schatten, sie in der Wildnis zu finden. Der Höhepunkt des Besuches ist dann auch der Lebensraum "Finca", wo es Ziegen, Ferkel, ein Kälbchen und anderes Getier zum Anfassen gibt.
Es ist inzwischen Nachmittag geworden und bis zu unserer Unterkunft in Alajuela nicht weit. Also beschließt Britta, dass wir uns noch den Krater des Vulkan Poas anschauen wollen.
Auf und neben der Bergstraße herrscht reger Betrieb. Zahlreiche Restaurants und Cafés bieten den Wochenedausflüglern Stärkung mit einem atemberaubenden Blick auf die Hochebene unter uns an.
Kurz hinter dem Tor zum Nationalpark des Poas-Vulkans die böse Überraschung: Wir sind zu spät und müssen wieder zurück kehren. In einem Café auf dem Weg möchten wir gerne Kuchen und den an den Hängen dey Vulkans angebauten Kaffee probieren; doch es gibt keinen freien Tisch. Macht nichts: Wir nehmen Kaffee, Kuchen und Kekse einfach für ein Picknick in die Kaffeeplantage mit. Was für eine Aussicht! Was für ein Kaffee! Solchermaßen gestärkt geht es zu unserer letzten Unterkunft in diesem Land, wieder in die Vida Tropical. Wir kriegen wierder ein schönes Zimmer, packen unsere Tasche für die Abreise und verbringen den letzten Abend im "Jalapeño Central" mit einem der besten Essen und dem mit Abstand am besten organisierten Team bislang. Zufrieden fallen wir in die Kissen. Morgen erwarten uns über 24 Stunden Rückreise, danach ist Costa Rica nur noch eine Erinnerung an grüne Dschungel, fremde Tiere und gastfreundliche Menschen.

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